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Baugeräteführer/in

Berufsbild

Wesentliche Aufgabe des Baugeräteführers ist das verantwortungsvolle Inbetriebnehmen, Führen und Außerbetriebnehmen von Baugeräten sowohl auf der Baustelle als auch im öffentlichen Verkehrsraum, sowie das Handhaben von Bauteilen, Baugruppen und Systemen von Baugeräten und Baumaschinen. Als Sachkundiger ist er in der Lage, Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten am Gerät durchzuführen.
Das Beherrschen von elektronischen, hydraulischen und pneumatischen Gerätesteuerungen oder Fernsteuerungen ist für den künftigen Baugeräteführer wichtig. Er sorgt für das Errichten und Sichern der Baustelle inklusive der Arbeits- und Schutzgerüste sowie verkehrstechnischer Absperrmaßnahmen bei Baustellen.

Die Handhabung von vermessungs- und nivelliertechnischen Geräten ist ihm geläufig. Er verrichtet bautechnische Arbeiten unter Verwendung von Bau- und Bauhilfsstoffen. Das Fortschreiten der Arbeiten überprüft er anhand arbeitsplanerischer Vorgaben.

Anfallende Reparaturarbeiten können, sofern dies auf der Baustelle möglich ist, von ihm durchgeführt werden. Auf der Baustelle ist er, wenn er sie leitet, für die Sicherheit und den Gesundheitsschutz, den Umweltschutz und die rationelle Energieverwendung verantwortlich.

Besondere Aktivitäten

Der berufliche Alltag wird durch den stetigen Besuch von Baustellen unterschiedlichster Art in der Umgebung in den Unterricht miteinbezogen. Durch die Teilnahme an Schulungen verschiedenster Baugeräte- und Baumaschinenhersteller erfolgt eine Vorbereitung auf die vielfältigen Anforderungen im späteren Berufsleben.

Berufliche Perspektiven und Weiterbildung

Der umfassend ausgebildete Baugeräteführer hebt sich stark vom Beruf des angelern­ten Baumaschinenführers ab. Seine Ausbildung befähigt und prädestiniert ihn zur Füh­rung von kleineren Baustellen, auf der er meist der einzig „Ausgebildete“ ist. Er übernimmt in vielen Fällen dabei die Arbeit des Schachtmeisters oder Poliers. Er ist in der Lage, die Arbeiten auf einer Baustelle vom Einrichten bis zur Fertigstellung zu leiten. Durch seine vielfältigen Kenntnisse der verschiedenen Baugeräte und ihrer spezifischen Einsatzgebiete kann er auch in der Disposition und im Controlling auf größeren Bau­stellen oder im Betrieb eingesetzt werden. Möglichkeiten der Weiterbildung bestehen zum Baumaschinenmeister und zum Aus­bilder nach dem Besuch von fachlichen Fortbildungskursen. Wenn die schulischen und beruflichen Voraussetzungen erfüllt sind, ist die Weiterbildung zum Staatlich geprüften Techniker oder zum Ingenieur möglich.