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Betonstein- und Terrazzohersteller/in

Berufsbild

Der Marktanteil vorgefertigter Betonprodukte im Bauwesen ist in den vergangenen Jahren stetig gestiegen und wird auch in der Zukunft weiter steigen.
Die Gründe dafür liegen auf der Hand:
Betonbauteile werden witterungsunabhängig im Werk gefertigt.
Die Herstellung im modernen Fertigteilwerk ermöglicht konstant hohe Qualität und Maßgenauigkeit. Moderne Technik im Betonwerk ermöglicht auch kostengünstige Fer­tigung individueller Kleinserien. Betonbauteile lassen sich durch handwerkliche Bear­beitung der Oberflächen interessant gestalten.
Der Marktanteil ist auch deshalb gestiegen, weil die Hersteller durch moderne Technik und gut ausgebildete Mitarbeiter den gewachsenen Anforderungen besonders gerecht werden.
Gut ausgebildete und motivierte Facharbeiter sind das größte Kapital eines modernen Betriebs. Sie können die modernen und teuren Maschinen bedienen und warten. Sie kennen die verschiedenen handwerklichen Techniken, um Betonoberflächen anspre­chend zu bearbeiten. Gut ausgebildete Facharbeiter können vorausschauend so planen, dass mit optimalem Einsatz der Betriebsmittel beste Qualität zum gewünschten Termin geliefert werden kann. Sie überschauen die Folgen ihrer Handlungsweise für Qualität, Termintreue und Wirtschaftlichkeit.

Die Ausbildungsberufe heißen in der Industrie Betonfertigteilbauer/in und im Handwerk Betonstein- und Terrazzohersteller/in. Die genannte Ordnung der Berufsausbildung er­streckt ihren Geltungsbereich auf beide Berufe; nur im dritten Ausbildungsjahr werden für die Bereiche „Betonfertigteilbau“ und „Betonstein- und Terrazzo“ unterschiedliche Schwerpunkte gebildet.

Besondere Aktivitäten

  1. Besichtigung von Firmen
    Auszubildende lernen in diesem Zusammenhang Firmen kennen, die Ausgangsstoffe für Fertigungsprodukte liefern, wie Zementwerke und Stahlwerke, Fertigteile in besonderen Anlagen und/oder in großer Vielfalt bauen.
  2. Besichtigung von Bauwerken im Montagezustand
    Die Auszubildenden aus Fertigteilwerken arbeiten vorwiegend im Werk. Beim Einbau der Bauteile auf der Baustelle haben die meisten Schüler noch nicht mitgearbeitet. Von daher wird im Regelfall in der Oberstufe ein Bauwerk im Montagezustand besichtigt. Dazu gehören u.a. Warenverteilungszentren, Kaufhäuser und Stadien. Sämtliche Be­sichtigungen verlaufen in guter Kooperation mit den beteiligten Baufirmen.
  3. Sportliche Aktivitäten
    Verschiedenen Klassen wurden die Möglichkeiten geboten, besondere Sportarten kennen zu lernen. Dazu gehören z.B. das Wasserskifahren oder früher auch die Skifreizeiten. Ziel ist es dabei, die Schüler für ein lebenslanges die Gesundheit förderndes Sport­treiben in der Freizeit zu interessieren.

Ausbildung



Für diesen Ausbildungsberuf ist gesetzlich keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. Wichtig sind technisches Verständnis, handwerkliches Geschick und Interesse am Form gebenden und konstruierenden Bereich. Die Ausbildung dauert drei Jahre und gliedert sich in eine Grundbildung von einem Jahr und in die berufliche Fachbildung. Ein Teil findet als überbetriebliche Ausbildung statt.

Berufsperspektive

Die Vorfertigung von Beton- und Stahlbetonteilen wird weiter an Bedeutung gewinnen. Von daher sind die Berufsaussichten günstig. Es bestehen die Weiterbildungsmöglichkeiten zum Betonstein- und Terrazoherstellermeister, zum Staatlich geprüften Bautechniker (Voraussetzung: Gesellentätigkeit, Besuch einer Technikerschule) und beim Vorliegen der schulischen Voraussetzungen zum Diplom-Ingenieur. Bei besonderer Eignung ist eine erweiterte betontechnologische Ausbildung möglich. Man kann die Prüfung als Betontechnologe ablegen und später z. B. als Leiter einer Betonprüfstelle oder eines Baulabors arbeiten.