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Berufsbild
Ein traditioneller Beruf, der unter dem Aspekt der rationellen Energieverwendung, besonders die
Nutzung von Holz, zu neuem Ansehen gelangt ist. Zu seinen Aufgaben gehört neben dem Aufbau der
Heizungseinrichtung die optische und künstlerische Gestaltung des Ofens.
Die Verarbeitung von keramischen und metallischen Werkstoffen steht in diesem Beruf nebeneinander.
Im Einzelnen ist der Ofen- und Luftheizungsbauer zuständig für
- das Aufstellen von Kaminöfen, den Aufbau von offenen Kaminen, Warmluftöfen, Kachelgrundöfen
- den Umgang mit den Brennstoffen Holz, Heizöl (EL) und Erdgas
- die architektonische Gestaltung des Ofens als integrierter Bestandteil der Wohnung
- die Verarbeitung und Gestaltung der Ofenoberflächen mit den unterschiedlichsten Werkstoffen
wie z.B. Kacheln, Marmor, Granit, Putz, Edelstahl
- Bau von Luftheizungsanlagen, unter Beachtung der Energieeinsparverordnung
- Nutzung von alternativen Heiztechniken, wie Holzpelletfeuerungen in Kombination mit Solaranlagen
- Beratung in allen Bereichen die im Zusammenhang mit dem Aufstellen einer Feuerstätte stehen,
wie Brandschutz und Wärmeschutz
Besondere Aktionen
Seit 1995 werden die Ofen- und Luftheizungsbauerauszubildenden am Hans-Schwier-Berufskolleg
beschult.
Im Rahmen der Projektarbeiten wurden von den Schülerinnen und Schülern im Laufe der Zeit die
verschiedensten Unterrichtsmodelle wie offener Kamin, Kachelgrundöfen und Kachelwarmluftöfen
fächerübergreifend geplant und gebaut. Die Modelle sind in den verschiedensten Bereichen der Schule
ausgestellt. Die Materialien stellten uns freundlicherweise unterschiedliche Herstellerfirmen
kostenlos zur Verfügung.
Um über den neuesten Stand der Technik zu informieren, laden Markt führende Firmen die Auszubildenden
regelmäßig zu Werksschulungen und Betriebsbesichtigungen ein.
Ausbildung
Auszubildende des Ofen- u. Luftheizungsbauer-Handwerks
beim Aufbau eines Kachelofens im Rahmen einer Projektarbeit
Der Ofen- und Luftheizungsbauer baut und wartet Ofensysteme vorwiegend
mit Kachelwänden als Heizflächen, Warmluftheizungen und offene
Kamine mit der zugehörigen Feuerung, den Anlagen zur Heizöllagerung
und -versorgung.
Außerdem montiert und wartet er raumlufttechnische Anlagen mit
den Funktionen, Filtern, Lüften, Heizen, Befeuchten, Kühlen und
Entfeuchten, einschließlich deren Energieversorgung und Regelung
bzw. Steuerung.
Die Ausbildung im Ofen- und Luftheizungsbauerhandwerk dauert normalerweise
drei Jahre und wird von Meisterbetrieben durchgeführt. Zwischen den
Partnern Auszubildender und gesetzliche Vertreter einerseits und dem Ausbildungsbetrieb
andererseits wird der Ausbildungsvertrag abgeschlossen, der von der Handwerkskammer
registriert wird. Der Vertragstext enthält die Ausbildungsdauer und
Regelungen über Rechte und Pflichten.
Berufsperspektive
Die Anlagen des Ofen- und Luftheizungsbauhandwerks sind nach wie
vor begehrt. Kachelöfen und Kamine werden häufig als Zweitanlagen,
neben der Zentralheizung, gebaut, könnten aber in Gebäuden mit
günstigen Grundrissen und Niedrigenergieausführung auch als Alleinheizung
dienen bzw. mit anderen Systemen bis hin zur Solartechnik verknüpft
werden.
Im Ofen- und Luftheizungshandwerk dürfen Meister selbständige
Betriebe in ihrem Fach führen wie auch Lehrlinge darin ausbilden.
Es ist aber auch der Aufstieg zum Techniker in Fachplanungsbetrieben, sowie
zum Diplom-Ingenieur - Fachrichtung Heizung, Lüftung, Klima - möglich.
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