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Parkettleger/in, Bodenleger/in

Handwerk und Handel

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Bodenleger/in

Aufgaben und Tätigkeiten im Überblick

Bodenleger/innen verlegen in Wohn- und Geschäftsräumen wie auch in Krankenhäusern, anderen öffentlichen Gebäuden und in Industrie- bzw. Gewerbegebäuden Teppichböden, Linoleum-, PVC- und Korkböden und Beläge aus anderem Material, zum Beispiel Laminat oder Fertigparkett.

Sie bestimmen den Materialbedarf und transportieren das Material in Form von Platten und Bahnen zum Verlegeort. Vor dem Auslegen prüfen sie den Untergrund (Estrich) und bereiten ihn für die Verlegearbeit vor. Sie schneiden Beläge zu und kleben diese auf den Untergrund. Elastische Beläge, beispielsweise Kunststoffplatten, müssen sie gegebenenfalls thermisch oder chemisch verschweißen oder ausfugen. Dann reinigen sie die Böden.

Zu ihren Aufgaben gehören auch Aufmaß- und Abrechnungsarbeiten. Für Verlegearbeiten setzen sie Maschinen und Werkzeuge ein, die sie selbst pflegen und instand halten.

Bodenleger/innen arbeiten insbesondere in Fußbodenverlegebetrieben, in Fachbetrieben des Raumausstatterhandwerks sowie in allen Betrieben, die entsprechende Dienstleistungen anbieten, zum Beispiel in Raumausstattungsabteilungen von Warenhäusern und in Fachgeschäften für Bodenbeläge oder Raumausstattung.

Die Ausbildung im Überblick

Bodenleger/in ist ein anerkannter Ausbildungsberuf nach dem Berufsbildungsgesetz. Er ist keinem Berufsfeld zugeordnet. Der Monoberuf wird ohne Spezialisierung nach Fachrichtungen oder Schwerpunkten im Handwerk und im Handel ausgebildet.
Die Ausbildung dauert 3 Jahre. Mit Inkrafttreten der Ausbildungsordnung und des Rahmenlehrplans Bodenleger für NW wurde zum Schuljahr 2002/03 der Unterricht für die Bodenleger am HSBK aufgenommen.

Im Schuljahr 2003/04 wurde die erste eigenständige Bodenleger-Fachklasse mit 25 Schülern in der Unterstufe installiert und in der Mittelstufe fortgeführt. Die Anmeldungen für das Schuljahr 2004/05 sicherten den Fortbestand dieser Fachklasse.
Da für den Beruf des Bodenlegers aus historischen Gründen kein Innungswesen existiert, werden von allen Schülern Zwischen- und Abschlussprüfungen vor einem zentralen kammereigenen Prüfungsausschuss der Handwerkskammer Münster abgelegt. Prüfungsorte sind das HSBK in Gelsenkirchen für den Kenntnisteil und die Handwerkskammer Münster für den praktischen Teil.

Parkettleger/in

Aufgaben und Tätigkeiten im Überblick

Parkettleger/innen verlegen in Innenräumen Holzböden aus vorgefertigten Elementen (z.B. Stab- oder Mosaikparkett, Dielen usw.) in verschiedenen Mustern (z.B. Fischgrät- oder Flechtmuster). Auch das Verlegen hochwertiger Böden mit Ornamenten und Intarsien gehört zu ihrem Berufsbild.

Vor dem Einbau prüfen sie den Untergrund (z. B. Estrich) und bereiten ihn für die Verlegearbeit vor. Sie verkleben Parkettelemente auf dem Estrich oder nageln diese auf einen Unterboden aus Holz. Anschließend schleifen sie die Parkettfläche und versiegeln die Oberfläche mit einer Schutzschicht oder sie behandeln die Oberfläche mit speziellen Ölen bzw. Wachs.

Neben dem Verlegen neuer Parkettböden gehören auch die Pflege, die Reparatur und die Renovierung von Holzfußböden zu ihren Aufgaben. Weitere Aufgabengebiete sind Holzpflasterarbeiten (auch im Außenbereich) und das Verlegen von Teppichböden sowie von elastischen Bodenbelägen aus Linoleum, Kork, Kunststoff oder Gummi.

Nach der neuen Handwerksordnung ist Parkettlegen ein zulassungsfreies Handwerk, das heißt, Parkettleger/innen können sich als Geselle bzw. Gesellin auch ohne langjährige Berufserfahrung mit einem eigenen Betrieb selbstständig machen.

Parkettleger/innen arbeiten an wechselnden Arbeitsorten überwiegend im Innenausbau, wie z.B. in Privathaushalten, Turn- und Mehrzweckhallen, Büroräumen und historischen Gebäuden.

Besondere Aktionen

Seit 1994 werden alljährlich die drei erfolgreichsten Parkettlegerprüflinge der Bundesländer Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz geehrt. Diese Feierstunde wird am HSBK durchgeführt und findet unter dem Motto „Dem Besten das Beste“ statt. Belobigt werden Prüflinge, die sowohl im praktischen wie auch im theoretischen Teil der Gesellenprüfung außerordentliche Leistungen vollbringen. Diese Initiative entstand in enger Kooperation des Obermeisters der Innung Münster, Herrn Josef Schellerhoff, mit der Parkettabteilung des HSBK und wurde erst ermöglicht durch das Interesse verschiedener industrieller Unternehmen an qualifizierten Gesellen und deren Bereitschaft, diese Leistungen durch attraktive Preise hinreichend zu würdigen.

Diese Feierstunde, die inzwischen über die Grenzen der beteiligten Länder hinaus bekannt geworden ist und zu der Vertreter des Handwerks, der Innungen und des Zentralverbandes eingeladen werden, erhält sowohl einen festlichen wie auch einen informativen Rahmen, in dem zum einen die Leistungen der erfolgreichen Prüflinge honoriert und zum anderen zahlreiche Arbeiten der Prüflinge aus den verschiedenen Innungen fachlich gewürdigt werden.

Ausbildung



Auszubildender des Parkettlegerhandwerks bei Schleifarbeiten
im multifunktionalen Klassenraum

Hauptaufgaben des Parkettlegers sind die Verlegung, Restaurierung, Erhaltung und Pflege des Parkettfußbodens in Wohnungen, Büroräumen, Schulen, Sitzungs- und Festsälen, Turnhallen und Kaufhäusern. Zu den weiteren Aufgaben des Parkettlegers gehören Holzpflasterarbeiten und das Verlegen elastischer und textiler Bodenbeläge. 
Für diesen Ausbildungsberuf ist gesetzlich keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. Handwerkliches Geschick, technisches Verständnis, Fähigkeiten im Rechnen, Zeichnen und in Raumlehre sind jedoch wesentliche Voraussetzungen. Die Ausbildung dauert drei Jahre. Zusätzlich zu der Ausbildung im Betrieb werden in den Bundesfachschulen des Parkettlegerhandwerks "Überbetriebliche Unterweisungen" durchgeführt, in denen die Ausbildungsinhalte vermittelt werden, die in den Ausbildungsbetrieben aus betrieblichen Gründen nicht berücksichtigt werden können. 

Berufsperspektive


Mit der technologischen Weiterentwicklung der sich verändernden neuen Bauweise und den daraus resultierenden neuen Arbeitstechniken erhält der Parkettleger im Innenausbau weitere bedeutende Arbeitsgebiete. Weiterbildungsmöglichkeiten hat der Parkettleger nach mehrjähriger Gesellentätigkeit zum Parkettlegermeister. An der Staatlichen Ingenieurschule für Holz- und Kunststofftechnik ist die Ausbildung zum Techniker für die Holz- und Kunststoffindustrie oder zum Ingenieur der Holz- und Kunststoffindustrie möglich.