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Kältetechnik
Der/die Staatlich geprüfte Techniker/in, Fachrichtung Kältetechnik
Berufsbild
Kältetechniker sind hoch spezialisierte Fachkräfte. Aufgrund ihrer fachpraktischen einschlägigen
Vorbildung sind sie in der Lage, in Kooperation mit dem Meister Montage-, Wartungs- und
Instandsetzungsarbeiten von kälte- und raumlufttechnischen Anlagen zu disponieren. Auch sind sie
wegen ihres speziellen Wissens, das deutlich über dem theoretischen Ausbildungsniveau des Meisters
liegt, befähigt, Anlagen zu planen und deren Erstellung zu organisieren.
Zwei Staatlich geprüfte Kältetechniker ( HSBK ) im Gespräch auf der IKK 2006 in Nürnberg :
André Frankenberg ( REISS Kälte-Klima ) und René Weschenbach ( LG )
Die Kombination von praktischer Erfahrung und theoretischem Wissen ermöglicht dem Techniker weiterhin,
Aufgaben in den Bereichen Verkauf, technische Beratung, Schulung sowie in der Entwicklung zu
übernehmen.
Mögliche Einsatzgebiete im Überblick:
- Produktions- und verfahrenstechnische Anlagen
- Anlagen zur Wärmerückgewinnung
- Anlagen für medizinisch-technische Zwecke
- Herstellung geeigneter Luftzustände in der Produktion, Lagerung sowie im Betrieb
(z. B. EDV, Übertragungstechnik)
- Komfortklimatisierung (z. B. Bürogebäude, Krankenhäuser, Sportanlagen, Gaststätten, Hotels)
- Frischhaltung und Konservierung von Lebensmitteln wie auch die Lagerung und der Transport von
Lebensmitteln und anderen wärmeempfindlichen Gütern
- Das traditionelle Arbeitsfeld der Getränkeschankanlagen
- Aufgaben an der Seite des Entwicklungsingenieurs der Fachrichtungen Versorgungs- und
Verfahrenstechnik
Besondere Aktionen
Die Fachschüler nehmen regelmäßig an Vortragsveranstaltungen des DKV
(Deutscher Kälte- und Klimatechnischer Verein) zu aktuellen Themen der Kälte- und Raumlufttechnik
teil.
In Absprache mit dem Vorstand des DKV können sich die zukünftigen Kältetechniker für einen Tag über
Neuigkeiten und Besonderheiten aus Forschung und Anwendung in den fünf Arbeitsabteilungen auf der
jährlich stattfindenden DKV-Tagung informieren.
Der Bildungsgang wird auf Einladung des Veranstalters VDKF (Verband Deutscher
Kälte-Klima-Fachbetriebe e.V.) auf der internationalen Fachmesse IKK präsentiert. An
diesem Messeauftritt ist die gesamte Fachschulklasse beteiligt. Parallel zur Präsentation
bietet sich für die Fachschüler eine ausgezeichnete Gelegenheit, sich über Produkte,
Produktneuheiten und Verfahren ausführlich zu informieren und Kontakte herzustellen.
Weitere, ausführliche Informationen finden Sie auf der Seite
http://www.kaelte-techniker.de :
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Umweltschutztechnik
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Der/die Staatlich geprüfte Techniker/in, Fachrichtung Umweltschutztechnik
Umweltschutztechniker/innen sorgen dafür, dass Umweltbelastungen erkannt und verringert werden. Dazu
führen sie Mess- und Analyseaufgaben aus und wirken beim Bau und der Überwachung von Anlagen mit. Sie
sind bei Behörden und in Betrieben tätig und achten darauf, dass gesetzliche Bestimmungen eingehalten
werden.
Viele Aufgaben und Tätigkeiten von Umweltschutztechniker/innen werden durch die Anforderungen des
Gesetzgebers an den Umweltschutz bestimmt. Das betrifft den innerbetrieblichen Umweltschutz und die
Tätigkeiten als Immissionsschutz-, Gewässerschutz- oder Abfallbeauftragte/r oder Mitarbeiter/in des
betreffenden Stelleninhabers. Die Techniker/innen planen und entwickeln umweltschutztechnische Systeme.
Sie planen, steuern und überwachen umwelttechnische Anlagen.
Sie konzipieren energetische Systeme unter Berücksichtigung der Nachhaltigkeit und entwickeln
Alternativen unter technischen, ökologischen und ökonomischen Aspekten.
Wegen der hohen Bedeutung des Umweltmarktes für die deutsche Industrie werden
Umweltschutztechniker/innen auch in Konstruktions- und Fertigungsabteilungen größerer Betriebe der
Anlagen- und Maschinenbauindustrie eingesetzt, um schon bei der Entwicklung und Fertigung
entsprechender Anlagen umweltrelevante Aspekte zu berücksichtigen. Schwerpunkte können hierbei
Abfallvermeidung und -entsorgung und Abfallwiederverwertung oder die Einführung abwasser- und
emissionsarmer Produktionsverfahren sein.
Aufnahmebedingungen
In die Fachschule für Technik kann aufgenommen werden, wer die folgenden Voraussetzungen erfüllt:
- Abschluss in einem einschlägigen Ausbildungsberuf
- Berufsschulabschluss (falls Berufsschulpflicht bestanden hat)
- praktische Berufstätigkeit von einem Jahr.
Daneben können auch folgende Voraussetzungen anerkannt werden:
- eine einschlägige Berufstätigkeit von fünf Jahren, auf die der Besuch einer entsprechenden
Berufsfachschule anerkannt werden kann.
- Aufnahme kurz nach der Ausbildung, wenn das
Jahr Berufspraxis bis zur Abschlussprüfung nacherfüllt wird.
Der schriftliche Antrag auf Aufnahme ist direkt an die Fachschule für Technik zu richten. Für die
Fachrichtung Umweltschutztechnik ist die Liste der einschlägigen Zugangsberufe noch nicht endgültig
festgelegt. Wichtig ist Praxiserfahrung in der Wasserversorgung oder Abwasser- bzw Abfallentsorgung.
Als Orientierungshilfe gilt die nachfolgende Liste:
Einschlägiger Zugangsberuf
Ver- und Entsorger, Fachkraft für Abfalltechnik bzw für Abwassertechnik bzw für
Wasserversorgungstechnik, Fachkraft für Rohr-, Kanal- und Industrieservice.
Weitere zurechenbare Berufe
Anlagenmechaniker, Bauzeichner, Betriebsschlosser, Gas- und Wasserinstallateur, Rohrnetzbauer,
Brunnenbauer, Chemikant, Chemielaborant, Industriemechaniker, Mess- und Regelmechaniker,
Wasserbauwerker, Bergmechaniker, Maschinenschlosser
(dieser Katalog ist nicht abgeschlossen)
Kosten
Die Fachschule für Technik in Gelsenkirchen erhebt keine Studien- und Prüfungsgebühren.
Ausbildungsinhalte
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I. Fachrichtungsübergreifender Lernbereich
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| Betriebs-und Personalwirtschaft |
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| Englisch |
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| Deutsch/Kommunikation |
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| Politik/Gesellschaftslehre |
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II. Fachrichtungsbezogener Lernbereich
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| Analyse und Reduzierung von Schadstoffen |
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| Planung von umwelttechnischen Systemen |
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| Ressourcenverbrauch und Emission |
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| Führung von Betrieben unter Umweltaspekten |
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| Projektarbeit |
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III. Differenzierungsbereich
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| Mathematik |
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| Fremdsprache |
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| Berufs- und Arbeitspädagogik |
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| Katasterwesen |
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| Maschinenelemente |
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| Fachberatung |
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Zusätzlich besteht die Möglichkeit, in einem besonderen Kurs die Ausbildereignungsprüfung abzulegen.
Daneben ist es möglich, durch eine Zusatzprüfung die Fachhochschulreife zu erwerben.
Ausbildungsdauer
Die Ausbildung zum Staatlich geprüften Techniker dauert in Teilzeitform drei Jahre. Geplant ist,
die Teilzeitform der Fachschule für Technik, Fachrichtung Umweltschutztechnik in Gelsenkirchen im August 2009
aufzunehmen.
Finanzielle Förderung
Die Ausbildung zum Staatlich geprüften Techniker am Hans-Schwier-Berufskolleg in Gelsenkirchen kann
gefördert werden durch die Bundesagentur für Arbeit (Arbeitsamt) oder durch ein Darlehen der Deutschen
Ausgleichsbank (Info ebenfalls beim Arbeitsamt). Außerdem können Leistungen nach dem
Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) gewährt werden. Für über 30 Jahre alte Fachschüler ist die
Beantragung des sog. Meister-/Techniker-BAföG möglich. Ebenfalls ist die Techniker-Ausbildung als
Umschulung/Reha-Maßnahme durch die Versicherungsträger bzw. Berufsgenossenschaften anerkannt.
Einzelheiten erfährt man bei den zuständigen Stellen.
Berufsaussichten
Die zunehmende Belastung der Umwelt hat zu einer Verschlechterung der Rohwasserqualität geführt.
Notwendig geworden sind eine immer aufwendigere Wasseraufbereitung und eine intensive Betreuung der
Wassergewinnungsgebiete. Ebenso erfordern die Verschärfung gesetzlicher Vorschriften im Bereich der
Abwasserentsorgung qualifiziertes Personal zur Kontrolle bestehender Entsorgungseinrichtungen und
potenzieller Verschmutzer. Einsatzmöglichkeiten finden sich sowohl im öffentlichen Dienst als auch in
der gewerblichen Wirtschaft bei der Reinigung industrieller Abwässer. Schließlich ist im Bereich der
Abfallentsorgung durch die Veränderung in der Deponierung zur thermischen Entsorgung ein zunehmender
Personalbedarf entstanden, der über der Ebene des Facharbeiters liegt eine Chance für den Techniker
der Umweltschutztechnik.
Ausbildungseinrichtung
Das Hans-Schwier-Berufskolleg in Gelsenkirchen ist der zentrale Berufsschulstandort der
Ausbildungsberufe in der Umwelttechnik (früher: Ver- und Entsorger) des Landes NRW. Insofern
verfügt die Schule über die notwendigen technischen Einrichtungen und hat erfahrene Lehrkräfte auf
dem Gebiet der Umweltschutztechnik.
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